Freitag, 13. November 2009
Brief aus Berlin 139
Mit Volldampf in die neue Legislaturperiode
Es waren mit die schnellsten Koalitionsverhandlungen in der Geschichte der Bundesrepublik. Nach nur drei Wochen unterzeichneten CDU, CSU und FDP den Koalitionsvertrag. Bereits in der ersten Sitzungswoche hat die Regierung nun ein Maßnahmenpaket verabschiedet, dass die Menschen entlasten, Unternehmen stärken und damit Arbeitsplätze sichern wird. Auch für mich begann die 17. Wahlperiode arbeitsintensiv. Als rechtspolitischer Sprecher der Fraktion und neuer Vorsitzender der CDU/CSU-Landesgruppe Niedersachsen hatte ich gleich alle Hände voll zu tun.
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Freitag, 3. Juli 2009
Brief aus Berlin 138
Urteil zu Lissabon-Vertrag stärkt Bundestag
Am Freitag, dem 03. Juli endet in Berlin die letzte Sitzungswoche des Deutschen Bundestages in dieser Legislatur. Somit halten Sie auch die letzte offizielle Ausgabe meines Briefes aus Berlin in der Hand, bevor am 27. September die politischen Karten neu gemischt werden. Aber auch in der Sommerpause wird Ihnen der Brief aus Berlin als „Wahlkampf-Sonderausgabe“ erhalten bleiben. In dieser Woche geht es noch einmal um das Thema Europa. Ihnen und ihrer Familie wünsche ich sonnige und erholsame Sommerferien. Auf ein Wiedersehen in der 17. Wahlperiode!
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Freitag, 19. Juni 2009
Brief aus Berlin 137
Manager angemessen vergüten
Was darf ein Politiker verdienen? Über diese Frage wird in Deutschland immer wieder diskutiert. Während aber der Bundestag transparent vor den Augen der Öffentlichkeit über Diäten verhandelt, stand die Höhe der Vorstandsbezüge und deren Zustandekommen lange im Schatten der öffentlichen Berichterstattung. Spätestens seit der Finanzkrise aber ist das anders. Deutlich wurde, dass kurzfristig ausgerichtete Vergütungsinstrumente falsche Verhaltensanreize setzen, die für ein Unternehmen fatale Konsequenzen haben können. Ein neues Gesetz nimmt jetzt Korrekturen vor.
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Freitag, 29. Mai 2009
Brief aus Berlin 136
Mittelstand sichern, Arbeitsplätze schützen
Sie ächzen. Handwerksbetriebe, Autohäuser, Agrarbetriebe. Längst macht die Wirtschaftskrise auch dem Mittelstand zu schaffen. Der Arbeitsmarkt leidet, ist eben noch so im grünen Bereich. Aber keiner weiß, wie lange noch. Die Politik kann Arbeitsplätze sichern helfen, in dem sie nach Möglichkeiten sucht, die Unternehmen in schwerer See von unnötigem Ballast zu befreien. Ein konkreter Ansatzpunkt ist die Steuerpolitik. In dieser Woche wurde dazu ein Paket geschnürt, dass zu mehr Arbeitsplatzsicherheit führen kann.
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Freitag, 15. Mai 2009
Brief aus Berlin 135
60 Jahre Grundgesetz
Was haben Länder wie Ungarn, Polen, Slowenien, Belgien und Spanien gemein? Ihre nationalen Verfassungen orientieren sich stark im deutschen Grundgesetz. 60 Jahre nach seiner Einführung ist die Verfassung eines Landes, das in seiner wechselvollen Geschichte selbst Schwierigkeiten mit der Demokratie hatte, längst zu einem „Exportschlager“ geworden. Aber nicht nur deswegen sollten wir in diesen Tagen dem 23. Mai 1949 gedenken, jenem Tag, an dem das Grundgesetz in Kraft getreten ist.
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Freitag, 8. Mai 2009
Brief aus Berlin 134
Biedermänner und Brandstifter
Wenn Sie nach Berlin kommen und nach dem Reichstagsbesuch noch etwas Zeit haben, empfehle ich ihnen einen Abstecher nach Kreuzberg. Zwischen Landwehrkanal und Bergmannstraße finden Sie einen lebendigen Kiez, in dem es sich schön bummeln und shoppen lässt. Nur am 1. Mai sollten Sie einen anderen Stadtteil vorziehen. Regelmäßig wird Kreuzberg dann zum Schauplatz gewalttätiger Ausschreitungen. In diesem Jahr war es so schlimm, dass sich sogar der Deutsche Bundestag in einer aktuellen Stunde mit den Krawallen beschäftigt hat.
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Freitag, 24. April 2009
Brief aus Berlin 133
Eine linke Luftnummer
Im Vorwort des neuen SPD-Programms steht sinngemäß: "Diese Krise war kein Betriebsunfall. Es kann danach nicht weitergehen wie bisher." Nach Lesen des Programms war mir klar, was die Sozialdemokraten damit meinen: Politik für morgen mit den Mitteln von gestern. Mit dem Programm gehört die mutige Agendapolitik der SPD der Vergangenheit an. Auch wenn die Parteilinke mit ihrer Forderung nach Einführung einer Vermögenssteuer gescheitert ist, rückt die SPD Richtung Linkspartei. Eine verantwortungsvolle und zukunftsfähige Politik für Deutschland sieht anders aus.
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Freitag, 27. März 2009
Brief aus Berlin 132
Kinderpornografie - Zugriff verweigert!
Immer wieder werden Einzelerfolge im Kampf gegen Kinderpornografie vermeldet. So z.B. Ende 2007, als den Behörden nach der Sprengung eines Internetportals 12.000 Verdächtige ins Netz gingen. Um diese abartigen Verbrechen nachhaltig zu bekämpfen, bleibt das Internet als Drehscheibe kinderpornografischen Materials im Zentrum der Maßnahmen. Skandinavische Länder setzen hier verstärkt auf Prävention. Dort gelangt man erst gar nicht auf einschlägige Seiten, weil diese vorab von den Anbietern blockiert werden. Das wird nun auch für Deutschland diskutiert.
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Freitag, 20. März 2009
Brief aus Berlin 131
Die Europäische Chance
Am 7. Juni wird das EU-Parlament neu gewählt. Ich hoffe, dass Sie an diesem Sommertag Zeit haben, bei ihrem Wahllokal vorbeizuschauen. Manche werden vielleicht einen Ausflug vorziehen, weil sie mit Europa vor allem Bürokratie verbinden. Das stimmt. Aber Europa ist mehr. Gerade angesichts der Wirtschaftskrise müssen wir froh sein, dass es die EU gibt. Nur hier können internationale Maßnahmen zur effektiven Bekämpfung der Krise koordiniert werden. Das sagt auch die Kanzlerin in ihrer dieswöchigen Regierungserklärung.
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Freitag, 6. März 2009
Brief aus Berlin 130
Alte Ängste
An der Rote-Kreuz-Straße in Winsen steht ein Gedenkstein. Auf ihm finden sich die Wappen von Schlossberg und Ebenrode in Ostpreussen. Einige von ihnen werden an diesem Stein vorbeigekommen sein. Aber wie viele Menschen beachten ihn noch? Über 60 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges darf die Erinnerung an Flucht und Vertreibung nicht vollends zu Stein werden. Damit gerade die junge Generation diesen Teil der deutschen Geschichte versteht, wird in Berlin ein Dokumentationszentrum eingerichtet, dass in dieser Woche wieder einmal Kontroversen verursacht hat.
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